Wie effektiv und nachhaltig eine Weiterbildungsmaßnahme ist, hängt nicht nur vom Training selbst, sondern auch von vielen weiteren Faktoren ab. Sind beispielsweise die Trainingsziele aus der Unternehmensstrategie abgeleitet, sind die Teilnehmenden vorab beteiligt worden, sind die Vorgesetzten einbezogen, ist das Arbeitsumfeld so, dass Änderungen auch umgesetzt werden können? Wir nutzen eine Reihe von Methoden, die nachgewiesenermaßen den Transfererfolg deutlich erhöhen. Welche Transfermethoden speziell für Ihre Weiterbildungsmaßnahme besonders effektiv und effizient sind, besprechen wir mit Ihnen vorab. 

Transfermaßnahmen vor dem Seminar

Ca. drei Wochen vor Seminarbeginn versenden wir an die Teilnehmenden eine konkrete Vorbereitungsaufgabe für das jeweilige Thema. Dadurch werden sie auf das Thema eingestimmt und können ihre aktuelle berufliche Situation in Bezug auf die Inhalte des Trainings reflektieren. Die bearbeitete Vorbereitungsaufgabe wird uns entweder vorab zugeschickt oder ins Seminar mitgebracht.

Wir bitten die Teilnehmenden, ihre Erwartungen an das Seminar zu benennen und einen konkreten Fall aus ihrem Arbeitsbereich zu skizzieren. Dabei kann es sich um eine Herausforderung handeln, die akut noch besteht oder eine, die in der Vergangenheit nicht befriedigend gelöst wurde. Aus dieser Vorerhebung konzipieren wir dann Fallstudien und Rollenspiele, die das spezifische Üben der Inhalte erlauben.

Wir setzen spezifische Testverfahren ein, mit deren Hilfe jede Teilnehmerin / jeder Teilnehmer individuell ihre / seine Verhaltenstendenz analysieren kann. So erhalten die Teilnehmenden erste Hinweise, wo für sie persönliche Verbesserungspotenziale liegen. Die Analysen erzeugen eine hohe Identifikation und Aufmerksamkeit für das Trainieren bestimmter Verhaltensweisen.

Transfermaßnahmen während des Seminars

Der Praxisanteil in unseren Seminaren nimmt mehr als die Hälfte der Seminarzeit ein. Als Basis für Fallstudien oder als Grundlagen für Rollenspiele nutzen wir so weit möglich reale Fälle aus der betrieblichen Praxis der Teilnehmenden, die entweder vor oder in dem Seminar erarbeitet werden.

Bei Bedarf vermitteln wir diese Methode in einer Trainingseinheit. Mit dieser Technik können die Teilnehmenden nach dem Seminar akute Fälle, Herausforderungen oder Transferprobleme mit den anderen Teilnehmenden systematisch bearbeiten und gemeinsam lösen.

Bei dieser aus der systemischen Beratung stammenden Methode sitzen sich zwei Seminarteilnehmer gegenüber. Einer ist in der Rolle des Beraters, einer in der Rolle des Klienten, der die berufliche Herausforderung schildert. Das aus bis zu vier Teilnehmenden bestehende Reflecting-Team erarbeitet nach einem bestimmten Prozedere Lösungsvorschläge.

Neben den ausführlichen Seminarunterlagen, die die Teilnehmenden während des Trainings erhalten, protokollieren wir Fragen und Ergebnisse, die im Seminar auf Flipcharts oder Metaplanwänden entwickelt werden. Im Nachgang zum Seminar versenden wir ein Fotoprotokoll, das erfahrungsgemäß einen hohen Erinnerungswert für die Teilnehmenden hat.

Die Teilnehmenden werden aufgefordert, einen persönlichen Lernvertrag zu schließen. In dieser Selbstverpflichtung sollen drei bis maximal fünf konkrete Inhalte benannt werden, die die Teilnehmenden in einer zu definierenden Zeit umsetzen wollen. Ergänzend initiieren wir freiwillige Lernpartnerschaften, in denen sich die Teilnehmergruppe oder auch nur zwei Seminarteilnehmer mindestens einmal treffen, um sich über den Stand der jeweiligen Umsetzung auszutauschen.

Alternativ bieten wir den Teilnehmenden an, einen Brief an sich selbst zu senden, in dem die Umsetzungsziele und wichtigsten Erkenntnisse aus dem Seminar niedergeschrieben sind.

Transfermaßnahmen nach dem Seminar

Nach dem Seminar versenden mir eine „Erinnerungs-E-Mail“, die an die Umsetzung eines bestimmten Themas aus dem Seminar erinnert, z. B. in Form von Reflexionsfragen, Zusammenfassungen, Checklisten, Praxis-Transfers oder kurzen Vertiefungsaufgaben. Wir bieten auch laminierte Praxis-Karten, Aufsteller oder Mini-Poster mit Tipps und Hinweisen für bestimmte Themen an.

Bei aufeinander folgenden Trainings-Modulen für eine Zielgruppe (z.B. im Rahmen einer Führungskräfteentwicklung) erhalten die Teilnehmenden für jede Zwischenphase eine Aufgabe. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden im folgenden Modul aufgegriffen und vertieft.

Bis zu zwei Monate nach dem Seminar können sich die Teilnehmenden bei Fragen oder Problemen telefonisch oder per E-Mail an die Trainerin / den Trainer wenden, um sich weitere Tipps und Ratschläge geben zu lassen.

Wir verschicken einige Wochen nach dem Seminar an alle Teilnehmenden einen Coachingbrief, der markante Inhalte aus dem Seminar mit praktischen Übungsvorschlägen vertieft.

Einige unserer Trainerinnen und Trainer haben zu bestimmten Themen Bücher oder Fachartikel veröffentlicht. Diese Titel und weitere Literaturempfehlungen stellen wir am Ende der Seminare den Teilnehmenden zur vertiefenden Lektüre zur Verfügung.

Zu Teilbereichen eines Seminars entwickeln wir kurze Lerneinheiten, die die in dem Seminar behandelten Themen vertiefen und/oder ergänzen. Die Learning Nuggets können auf mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt werden, so dass diese Lerneinheiten innerhalb weniger Minuten überall bearbeitet werden können.

Zu bestimmten Seminarthemen führen wir Webinare als Folgeveranstaltung zu einem Präsenztraining durch. Hier können Teilnehmende Fragen, die sich in ihrer beruflichen Praxis nach dem Training ergeben haben, mit der Trainerin / dem Trainer und den anderen Teilnehmenden besprechen. Auch können einzelne Inhalte aus der Präsenzveranstaltung vertieft und/oder nochmals reflektiert werden.

Ähnlich wie bei der Kollegialen Beratung treffen sich die Teilnehmenden zu fest verabredeten Terminen und tauschen sich über ihre Erfahrungen in Bezug auf die Umsetzung einzelner Trainingsinhalte aus. Gegebenenfalls werden für bestimmte Herausforderungen Lösungen erarbeitet. Das erfolgt dann aber weniger strukturiert als bei der kollegialen Fallberatung. Wir unterstützen Sie bei der Moderation der ERFA-Treffen.

Eine Follow-up Maßnahme wird 3-6 Monate nach dem Seminar durchgeführt. Sie kann als Präsenzveranstaltung oder z.B. als Webinar durchgeführt werden. Hier können einzelne Inhalte, die sich aufgrund der Praxiserfahrung der Teilnehmenden nach dem Seminar ergeben haben, vertieft und trainiert werden. Außerdem kann zielgenau an Transferproblemen gearbeitet werden. Dabei kann sich natürlich auch herausstellen, dass die Umsetzungsprobleme in spezifischen Besonderheiten der Organisationseinheit begründet liegen. Dies wird von unseren Trainerinnen und Trainern aufgegriffen und gegebenenfalls gegenüber der Organisation kommuniziert.