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Nachhaltigkeit und Transfersicherung im Training

Wie effektiv und nachhaltig eine Weiterbildungsmaßnahme ist, hängt nicht nur vom Training selbst, sondern auch von vielen weiteren Faktoren ab. Sind beispielsweise die Trainingsziele aus der Unternehmensstrategie abgeleitet, sind die Teilnehmer vorab beteiligt worden, sind die Vorgesetzten einbezogen, ist das Arbeitsumfeld so, dass Änderungen auch umgesetzt werden können?

Wir nutzen eine Reihe von Methoden, die nachgewiesenermaßen den Transfererfolg deutlich erhöhen. Welche Transfermethoden speziell für Ihre Weiterbildungsmaßnahme besonders effektiv und effizient sind, besprechen wir mit Ihnen vorab. 

Transfermaßnahmen vor dem Seminar

Vorbereitungsaufgabe
Ca. 4 Wochen vor Seminarbeginn versenden wir an die Teilnehmer eine konkrete Vorbereitungsaufgabe für das jeweilige Thema. Dadurch werden die Teilnehmer auf das Thema eingestimmt und können ihre aktuelle berufliche Situation in Bezug auf die Inhalte des Trainings reflektieren.

Vorerhebung der Erwartungen
Wir bitten die Teilnehmer vorab, ihre Erwartungen an das Seminar zu benennen und einen konkreten Fall aus ihrem Arbeitsbereich, der das Seminarthema betrifft, zu skizzieren.  Dabei kann es sich um eine Herausforderung handeln, die akut noch besteht oder eine, die in der Vergangenheit vielleicht nicht befriedigend gelöst wurde. Aus dieser Vorerhebung konzipieren wir dann Fallstudien und Rollenspiele, die im Seminar das spezifische Üben der Inhalte erlauben.

Selbsttest und Analyse des eigenen Verhaltens
Vor Trainingsbeginn setzen wir Testverfahren ein, mit deren Hilfe jeder Teilnehmer individuell z.B. seinen Führungsstil, Kommunikations- oder Arbeitsstil analysieren kann. So erhalten die Teilnehmer erste Hinweise, wo für sie persönliche Verbesserungspotenziale liegen. Die Analysen erzeugen eine hohe Identifikation und Aufmerksamkeit für das Trainieren bestimmter Verhaltensweisen.

Transfermaßnahmen während des Seminars

Fallbeispiele/Rollenspiele aus dem Unternehmen
Der Praxisanteil in unseren Seminaren nimmt mehr als die Hälfte der Seminarzeit ein. Der einzelne Teilnehmer steht im Mittelpunkt des Seminars und unsere Trainer verfolgen das Ziel, die bestmöglichen Ergebnisse bei jedem Teilnehmer zu erzielen. Als Basis für Fallstudien oder als Grundlagen für Rollenspiele nutzen wir so weit möglich reale Fälle aus der betrieblichen Praxis der Teilnehmer, die entweder vor oder in dem Seminar erarbeitet werden.

Kollegiale Fallberatung
Bei Bedarf vermitteln wir diese Methode in einer Trainingseinheit an die Teilnehmer. Mit Hilfe dieser Technik können die Teilnehmer nach dem Seminar akute Fälle, Herausforderungen oder auch Transferprobleme mit den anderen TN systematisch bearbeiten und gemeinsam lösen.

Reflecting Teams
Bei dieser ursprünglich aus der systemischen Beratung stammenden Methode sitzen sich zwei Seminarteilnehmer gegenüber. Einer ist in der Rolle des Beraters, einer in der Rolle des Klienten, der das berufliche Problem/die Herausforderung schildert. Das aus bis zu vier Teilnehmern bestehende Reflecting Team erarbeitet nach einem bestimmten Prozedere Lösungsvorschläge. Auch durch dieses Verfahren können konkrete berufliche Alltagssituationen in ein Training integriert werden und der Transfer in die Praxis wird deutlich gesteigert.

Lernvertrag/Lernpartnerschaften/Brief an sich selbst
Am Ende des Seminars werden die Teilnehmer aufgefordert, einen persönlichen Lernvertrag im Sinne einer Selbstverpflichtung zu schließen. In dieser Verpflichtung sollen drei bis maximal fünf konkrete Inhalte benannt werden, die der Teilnehmer in einer zu definierenden Zeit umsetzen will. Ergänzend initiieren wir freiwillige Lernpartnerschaften, in denen sich die Teilnehmergruppe oder auch nur zwei Seminarteilnehmer mindestens einmal treffen, um sich über den Stand der jeweiligen Umsetzung auszutauschen.  Auch können dabei mögliche Umsetzungsschwierigkeiten diskutiert und so weit wie möglich gelöst werden. Alternativ bieten wir den Teilnehmern an, einen Brief an sich selbst zu senden, in dem die Umsetzungsziele und wichtigsten Erkenntnisse aus dem Seminar niedergeschrieben sind.  

Seminarunterlagen und Fotoprotokoll
Neben den ausführlichen Seminarunterlagen, die die Teilnehmer während des Trainings erhalten, protokollieren wir Fragen und Ergebnisse, die im Seminar von den Teilnehmern auf Flipcharts oder Metaplanwänden entwickelt werden. Ein Fotoprotokoll hat erfahrungsgemäß einen hohen Erinnerungswert für die Teilnehmer.

Transfermaßnahmen nach dem Seminar

Reminder
Wir erstellen einmalig oder auch wiederholt nach dem Seminar eine „Erinnerungs-E-Mail“, die an die Umsetzung eines bestimmten Themas aus dem Seminar erinnert, z. B. in Form von Reflexionsfragen, Zusammenfassungen, Checklisten, Praxis-Transfers oder kurzen Vertiefungsaufgaben. In Papierform bieten wir auch laminierte Praxis-Karten, Aufsteller für den Arbeitsplatz oder Mini-Poster mit Tipps und Hinweisen für bestimmte Themen an.

Hausaufgaben
Bei aufeinander folgenden Trainings-Modulen für eine Zielgruppe (z.B. im Rahmen einer Führungskräfteentwicklung) erhalten die Teilnehmer für jede Zwischenphase eine Aufgabe. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden im folgenden Modul aufgegriffen und vertieft.

Telefonische Beratung
Bis zu 2 Monate nach dem Seminar können sich die Teilnehmer bei Fragen oder Problemen telefonisch oder per E-Mail an den Trainer wenden, um sich weitere Tipps und Ratschläge geben zu lassen.

Coachingbriefe
Wir verschicken einige Wochen nach dem Seminar an alle Teilnehmer einen Coachingbrief, der markante Inhalte aus dem Seminar mit praktischen Übungsvorschlägen vertieft.

ERFA-Treffen (Erfahrungsaustausch Treffen)
Ähnlich wie bei der Kollegialen Beratung treffen sich die Teilnehmer zu fest verabredeten Terminen und tauschen sich über ihre Erfahrungen in Bezug auf die Umsetzung einzelner Trainingsinhalte aus. Gegebenenfalls werden für bestimmte Herausforderungen Lösungen erarbeitet. Das erfolgt dann aber weniger strukturiert als bei der kollegialen Fallberatung. Wir unterstützen Sie bei der Moderation der ERFA-Treffen.

Learning Nuggets
Zu einzelnen Teilbereichen eines Seminars entwickeln wir kurze Lerneinheiten, die die in dem Seminar behandelten Themen vertiefen und/oder ergänzen. Die Learning Nuggets können auf mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt werden, so dass diese Lerneinheiten innerhalb weniger Minuten überall bearbeitet werden können.

Webinare
Zu bestimmten Seminarthemen führen wir mit unserem Kooperationspartner „edudip“ Webinare als Folgeveranstaltung zu einem Präsenztraining durch. Hier können Teilnehmer Fragen, die sich in ihrer beruflichen Praxis nach dem Training ergeben haben, mit dem Trainer und den anderen Teilnehmern besprechen. Auch können einzelne Inhalte aus der Präsenzveranstaltung vertieft und/oder nochmals reflektiert werden.

Follow-up Maßnahmen / Transfer-Coaching
Manchmal ist es sinnvoll, ein zur Verfügung stehendes Fortbildungsbudget nicht für eine einzelne Maßnahme zu verwenden, sondern auf ein eher längeres Grundlagentraining und eine in einem Abstand von 3 bis 6 Monaten folgende kürzere Follow-up Maßnahme zu verteilen. Diese kann als Präsenzveranstaltung oder mit Einschränkung auch als Webinar durchgeführt werden. Hier können dann einzelne Inhalte, die sich aufgrund der Praxiserfahrung der Teilnehmer nach dem Seminar ergeben haben, vertieft und trainiert werden. Außerdem kann zielgenau an Transferproblemen gearbeitet werden. Dabei kann sich natürlich auch herausstellen, dass die Umsetzungsprobleme in spezifischen Besonderheiten der Organisationseinheit begründet liegen. Dies wird von unseren Trainern aufgegriffen und gegebenenfalls gegenüber der Organisation kommuniziert.

Literaturempfehlungen
Einige unserer Trainer haben zu bestimmten Themen Bücher oder Fachartikel veröffentlicht. Diese und weitere Literaturempfehlungen stellen wir am Ende der Seminare den Teilnehmern zur vertiefenden Lektüre zur Verfügung.